Stena Metall verkauft deutsches Kühlgeräte-Recyclinggeschäft an Münchner Investmentfirma

Foto von ausgedienten Kühl- und Gefriergeräten, die auf einem asphaltierten Hof stehen. Nahezu jeder dritte Kühlschrank, der in Deutschland das Ende seiner Lebensdauer erreicht in Deutschland wird in einer Anlage von Stena Metall recycelt.

Stena Recycling verkauft seine deutschen Kühlgeräte-Recyclingaktivitäten an die Münchner Investmentgesellschaft Quantum Capital Partners. Der Erwerb von 100 Prozent der Anteile an der Stena Recycling GmbH wurde vergangene Woche beim Firmen München Bundeskartellamt angemeldet. Auf Nachfrage von EUWID teilte Quantum Capital mit, dass die Transaktion voraussichtlich noch im ersten Quartal abgeschlossen sein wird. Weitere Details würden zu diesem Zeitpunkt bekannt gegeben.

 

Stena Metall betreibt über seine Tochtergesellschaft in Deutschland drei Weeelabex-zertifizierte Kühlgeräte-Recyclinganlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 50.000 Tonnen pro Jahr. Mit rund einer Million Kühlgeräten, die jährlich in Deutschland verarbeitet werden, hat Stena laut Geschäftsbericht einen Marktanteil von rund 35 Prozent. Im Geschäftsjahr 2019/20 verwertete der Konzern in Deutschland rund 41.500 Tonnen Kühl- und Gefriergeräte.

 

Bis etwa 2016 hatte Stena seine E-Schrott-Recyclingaktivitäten auf dem deutschen Markt auf weitere Kategorien von Elektro- und Elektronik-Altgeräten ausgeweitet. Anfang 2020 hat Stena in kleinem Umfang wieder mit dem Recycling anderer Gerätekategorien begonnen. Laut dem jüngsten Geschäftsbericht der deutschen Tochtergesellschaft konnte sie damit ihre Aktivitäten diversifizieren und niedrigere Stückkosten erzielen.

 

Die jüngsten Ganzjahreszahlen der Stena Recycling GmbH stammen aus dem Geschäftsjahr 2019/2020. Im Berichtszeitraum September 2019 bis August 2020 konnte das Unternehmen dank höherer Mengen und Preise seinen Umsatz um 16 Prozent auf 31,8 Millionen Euro steigern. Der Umsatzanstieg führte auch zu einer Verbesserung des Ergebnisses. Der Recycler schrieb wieder schwarze Zahlen und wies für 2019/2020 einen Gewinn von knapp 130.000 Euro aus. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte es noch einen Nettoverlust von 410.000 Euro ausgewiesen.

 

Das Recyclinggeschäft von Stena Metall erzielt im 1. Quartal 2021/22 ein Rekordergebnis

 

„Das starke Ergebnis des letzten Jahres hat sich auch im Geschäftsjahr 2021/22 fortgesetzt“, so Stena Metall in einer Stellungnahme zu seinem konzernweiten Recyclinggeschäft. Die Sparte profitierte von einem anhaltend starken Markt und der Nachfrage nach den Dienstleistungen von Stena Recycling, was sich in hohen Volumina und verbesserten Margen widerspiegelt“, so das Unternehmen in seinem Bericht über das erste Geschäftsquartal, das am 1. September 2021 begann.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) der Recycling-Sparte erreichte im vergangenen Quartal 683 Mio. SEK, was rund 65 Mio. Euro entspricht. „Dies ist das höchste Quartalsergebnis, das der Konzern je erzielt hat“, so Stena Metall. „Alle Märkte und Geschäftsbereiche haben zu diesem Ergebnis beigetragen“.

 

Verglichen mit dem Ebitda von 466 Mio. SEK, das der Geschäftsbereich Recycling im gleichen Zeitraum des letzten Geschäftsjahres erwirtschaftet hat, ist das diesjährige Quartals-Ebitda um fast die Hälfte gestiegen. Die Sparte trug fast 70 Prozent zum Ebitda des Konzerns bei, das im vergangenen Quartal 993 Mio. SEK erreichte, gegenüber 589 Mio. SEK im Vorjahr. Stena Recycling konnte weiterhin neue Kunden auf allen Märkten gewinnen“, so CEO Anders Jansson.

Unser vollständiger Bericht über Stena Metall erscheint in EUWID Recycling and Waste Management 3/2022, veröffentlicht am 9. Februar.

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